Osho's Words: Laute ohne Bedeutung - Das OSHO Evening Meeting

"Ich spreche nicht, um dir eine Nachricht zu vermitteln, sondern um deinen Verstand auszuschalten." (Osho).





Das Evening Meeting ist die Zeit, in der alle zusammen kommen um zu tanzen, zu feiern und dann in Stille zu sitzen.


„Was sich mit Worten nicht ausdrücken lässt, das muss erfahren werden. Dies ist eine großartige Erfahrung, in den inneren Raum zu gelangen. In diesem Zusammensein wird etwas erfahren, was niemand zu erklären vermag. Dies ist der Höhepunkt des gesamten Tages, ob man arbeitet, meditiert oder an Gruppen teilnimmt.“ Osho


Dieses Treffen beginnt mit energiegeladener Musik zum Tanzen – total mit dir selbst, „ein wildes Fest der Energie“. Spüre, wie sich die Energie des Feierns in dir aufbaut. Verschwende sie nicht durch Johlen, Pfeifen oder Herumschauen. In dieser Tanzphase gibt es zwei- oder dreimal laute „OSHO"-Rufe, und sie endet mit drei „OSHO"-Rufen. Osho hat es als einen „Laut ohne Bedeutung“ beschrieben. „Er dient lediglich dazu, einen Zustand klangloser Stille zu bewirken.“ Die Arme den Sternen entgegen zu strecken sei Ausdruck unserer Sehnsucht nach einem höheren Bewusstsein. Der Ruf „OSHO" sollte kurz und scharf sein.


„Er soll wie das Brüllen eines Löwen aus dem Bauch kommen. Er entsteht nicht auf der Zunge und nicht einmal in der Kehle oder im Herzen. Er trifft genau unter den Nabel – hier liegt dein Ursprung, das Zentrum deines Lebens, fünf Zentimeter unterhalb des Nabels. Achte darauf, wo dieser Ruf entsteht und gehe nach innen zu dieser Quelle. Der Ruf trifft nicht nur dein Zentrum, dein Sein, sondern weckt auch ein enormes Gefühl von Freude, Lachen, Tanzen in dir. Er ist ein Fest.“ Osho


„Je totaler die Menschen zu Beginn sind, desto tiefer geht die Stille in der Meditation.“ Osho


Auf die drei OSHO-Rufe folgt ein Sitzen in Stille. Zu Beginn wird das stille Sitzen intermittierend von indischer Musik begleitet, zum Schluss folgen drei „explosive“ Trommelschläge. Das stille Sitzen geht während des Osho Video Talks weiter bis zum Gibberish und Let-Go. Osho hat die OSHO-Rufe und die plötzlich abbrechende indische Musik als „Stoppübung“ beschrieben.


Zu seinen unerwarteten Pausen während er spricht, beschreibt Osho, wie die TV Interviewer ihn immer wieder um byte-große Antworten auf ihre Fragen gebeten haben: „Warum kannst du nicht wie jeder andere sprechen? Warum wirst du plötzlich still? Du sprichst ein Wort, und dann machst du eine Pause.“


Er erklärt: „Ich sagte: ‚Dies ist meine Art zu sprechen, denn es geht nicht nur darum zu sprechen, es geht darum, den Menschen, die mir zuhören, Momente von Meditation zu vermitteln. Wenn ich spreche, sind sie beschäftigt, ihr Kopf ist voll mit mir. Wenn ich plötzlich für einen Moment anhalte, hält ihr Kopf auch an, er wartet … Und das sind die schönsten Momente, wenn sie einen Geschmack von Meditation bekommen, ohne zu wissen, dass sie meditieren.‘“

Osho, The Sword and the Lotus, Talk #24




Über das Evening Meeting sagt Osho:

„Jede Nacht werden diese wenigen Momente zum Wertvollsten in deinem Leben. Jeden Abend, wenn so viele lebende Buddhas sich hier einfinden, wird dieser Platz zum Wichtigsten in der Welt. Weil nirgendwo sonst so viele Menschen zusammen meditieren – so tief gehen, dass sie den wahren Kern des Lebens, der Ewigkeit, der Unsterblichkeit finden.“



Die Kunst des Zuhörens

Die Kunst der Meditation ist die Kunst, mit deinem ganzen Wesen zuzuhören.



„Wenn du lernen kannst wie man richtig zuhört, dann hast du das älteste Geheimnis der Meditation gelernt.“


Die wesentlichste Funktion von Oshos Reden ist es, einen leicht zugänglichen Weg zu bereiten, um diese Kunst des Zuhörens zu lernen. Es ist eine Gelegenheit „Stille ohne jegliche Mühe“ zu erfahren und das ist der Schlüssel dafür, ein scharfes Bewusstsein in dein tägliches Leben zu bringen. Ob du still zuhause zuhören willst, oder während du im Zug sitzt und zur Arbeit fährst, oder wenn du im Park sitzt, nie war Meditation einfacher und so leicht zugänglich, überall und für jeden.


Sobald du eine Osho Audioaufnahme ausgesucht hast, mach es dir bequem, entspann dich, und schließe deine Augen.

Hörprobe: How Does a Man of ZenTake his Tea? Wähle deine eigene Meditation aus dem Audiobuch-Katalog.



Der Sinn der Osho Talks:

„Die Art und Weise, in der ich spreche, ist etwas seltsam. Kein Redner auf der Welt spricht wie ich. Technisch gesehen ist es falsch, es dauert fast doppelt so lange! Aber diese Redner haben eine andere Absicht – meine Absicht ist total verschieden von ihrer. Sie sprechen, weil sie sich darauf vorbereitet haben, sie wiederholen einfach etwas, das sie geprobt haben. Zweitens, sie sprechen, um dir eine gewisse Weltanschauung, eine bestimmte Idee aufzuzwängen. Drittens, für sie ist es eine Kunst einen Vortrag zu halten, sie verbessern ihn ständig.


Wenn du mich fragst, ich bin kein sogenannter Redner oder Referent. Für mich ist es keine Kunst oder Methode, technisch gesehen werde ich jeden Tag schlimmer! Aber unsere Absichten sind ganz verschieden. Ich will dir nicht imponieren, damit ich dich manipulieren kann. Ich spreche nicht, um dich von einem bestimmten Ziel zu überzeugen. Ich spreche nicht, um dich zu einem Christen, zu einem Hindu oder Moslem, zu einem Theisten oder Atheisten zu konvertieren. Das ist nicht mein Anliegen.


Meine Art zu Sprechen ist wirklich eines von meinen Hilfsmitteln für Meditation. Sprechen ist noch nie auf diese Weise benutzt worden; ich spreche nicht, um dir eine Nachricht zu vermitteln, sondern um deinen Verstand auszuschalten.


Ich spreche ohne Vorbereitung. Ich weiß selbst nicht, was das nächste Wort sein wird, daher mache ich nie einen Fehler. Jemand macht einen Fehler, wenn er vorbereitet ist. Ich vergesse nie etwas, weil man nur etwas vergisst, wenn man es auswendig lernt. Ich spreche also mit einer Freiheit, mit der vielleicht niemand vorher gesprochen hat.


Ich kümmere mich nicht darum, ob ich ohne Widerspruch bin, weil das nicht mein Anliegen ist. Jemand, der dich durch seine Art zu sprechen überzeugen und manipulieren will, muss konsequent sein, muss logisch sein, muss rational sein, um deine Argumente zu widerlegen. Er will dich mit Hilfe von Worten beherrschen.


Meine Absicht ist einmalig: Ich benutze Worte nur, um Stille zu schaffen. Die Worte sind nicht wichtig, daher kann ich irgendetwas Widersprüchliches sagen, irgendetwas ohne Bezug, weil es nur meine Absicht ist, Pausen zu schaffen. Die Worte sind zweitrangig, es geht hauptsächlich um die Stille zwischen diesen Worten. Sie sind einfach ein Hilfsmittel, um dir einen flüchtigen Eindruck von Meditation zu geben. Und wenn du einmal weißt, dass das für dich möglich ist, bist du deinem eigenen Wesen schon viel näher gekommen.


Die meisten Menschen denken, dass es für den Verstand nicht möglich ist, still zu sein. Weil sie glauben, dass es nicht möglich ist, versuchen sie es erst gar nicht. Mein Hauptanliegen zu sprechen ist, den Menschen eine Kostprobe von Meditation zu geben, daher kann ich also ewig weiterreden; es ist nicht wichtig, was ich sage. Wirklich wichtig ist, dass ich dir ein paar Gelegenheiten gebe, still zu werden. Wenn du allein bist, fällt dir das am Anfang schwer.

Ich kann euch nicht zwingen, still zu sein, aber ich kann eine Methode schaffen, in der ihr spontan still werdet. Ich spreche, und in der Mitte eines Satzes, wenn du erwartest, dass das nächste Wort kommt, kommt nichts, außer einer stillen Pause. Dein Verstand hatte sich darauf vorbereitet zuzuhören und erwartete, dass noch etwas kommt. Er wollte es nicht verpassen – natürlich wird er still. Was kann der arme Verstand sonst tun? Wenn es bekannt wäre, an welchen Stellen ich still sein werde, wenn dir genau angegeben würde, dass ich an dieser oder jener Stelle still sein werde, dann könntest du nachdenken, du würdest nicht still sein. Dann wüsstest du: ‚Dies ist die Stelle, an der er schweigen wird, jetzt kann ich ein bisschen mit mir selbst plaudern.‘ Aber weil es ganz plötzlich kommt, weiß ich selbst nicht, warum ich an bestimmten Stellen innehalte.


So etwas würde überall auf der Welt verurteilt werden. Wenn ein Redner wieder und wieder innehält, heißt das, dass er nicht gut vorbereitet ist, dass er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Es bedeutet, dass sein Gedächtnis nicht verlässlich ist, dass er manchmal nicht das richtige Wort findet. Aber da es keine Rhetorik ist, kümmere ich mich nicht um die Leute, die mich verurteilen – ich kümmere mich um dich.


Und nicht nur hier, sondern auch in der Ferne … wo immer auf der Welt Menschen das Video sehen oder den Audio Diskurs hören, werden sie die gleiche Stille erfahren.

Mein Erfolg rührt nicht daher, dass ich dich überzeuge, mein Erfolg rührt daher, dass ich dir einen richtigen Geschmack davon gebe, so bist du davon überzeugt, dass Meditation keine reine Vorstellung ist, dass der Zustand von No-Mind nicht nur eine philosophische Idee, sondern eine Realität ist, dass du kompetent genug bist, und dass keine speziellen Qualifikationen dafür nötig sind.


Noch aus einem anderen Grund ist es mit mir einfacher, in Stille zu sein. Ich bin still, selbst wenn ich spreche, bin ich still. Mein innerstes Wesen ist nicht miteinbezogen. Was ich euch mitteile, ist keine Störung, keine Belastung oder Spannung für mich. Ich bin so entspannt wie man nur sein kann. Sprechen oder nicht sprechen bedeutet keinen Unterschied für mich.

So ein Zustand ist natürlich ansteckend.


Weil ich nicht den ganzen Tag lang sprechen kann, damit du meditative Momente erlebst, möchte ich, dass du selbst dafür verantwortlich bist. Wenn du akzeptierst, dass du still sein kannst, hilft dir das, wenn du allein meditierst. Deine Fähigkeiten zu kennen … und du kannst deine Fähigkeiten nur kennen, wenn du sie erlebst. Es gibt keinen anderen Weg.

Mach mich nicht allein verantwortlich für deine Stille, weil das eine Erschwernis für dich bedeutet. Allein, was kannst du da anfangen? Dann wird daraus eine Art von Abhängigkeit, und ich will nicht, dass du von mir abhängig bist. Ich will keine Droge für dich sein.

Ich möchte, dass du unabhängig bist und zuversichtlich, dass du diese wertvollen Augenblicke selbst erleben kannst. Wenn du sie mit mir erleben kannst, gibt es keinen Grund, warum du sie nicht auch ohne mich erleben kannst, weil ich nicht der Anlass bin. Du musst verstehen was passiert: wenn du mir zuhörst, legst du deinen Verstand beiseite.

Wenn du dem Meer zuhörst, oder dem Donner, oder einem starken Regenguss, schieb dein Ego einfach zur Seite, weil es nicht gebraucht wird … Der Ozean wird dich nicht angreifen, der Regen wird dich nicht angreifen, die Bäume werden dich nicht angreifen – es gibt keinen Grund zur Verteidigung. Wenn du dem Leben und der Existenz gegenüber empfänglich sein kannst, wirst du diese Momente ständig erleben. Bald wird es zu deinem Leben werden.“

Osho, The Invitation, Talk #14

„Und Geräuschen zu lauschen ist sehr hilfreich. Nicht ein bestimmtes Geräusch, weil das dann zu Konzentration wird. Mmh? Der Lärm des Zuges … der Verkehr, irgendein Hund fängt an zu bellen … ein Flugzeug fliegt vorbei, das alles muss angenommen werden. Du musst dich nicht auf ein bestimmtes Geräusch konzentrieren – hör auf alle Geräusche von überall her. Du musst nur wach sein, lauschen, ohne auszuwählen. Das wird dir sehr helfen und das wird zu deiner Meditation werden.“

Osho, Only Losers Can Win in This Game, Talk #6

„Fang an, Geräuschen zu lauschen, lass Musik deine Meditation werden. Hör den Geräuschen zu, verschiedenen Geräuschen. Sie alle sind göttlich – selbst der Lärm auf dem Marktplatz, selbst die Geräusche, die im Verkehr entstehen. Dieses Flugzeug, dieser Zug, allen Geräuschen muss man zuhören, mit viel Aufmerksamkeit, und still und mit Liebe … als ob du Musik hörst. Und du wirst überrascht sein: du kannst alle Geräusche in Musik umwandeln, sie sind Musik. Das einzige, was nötig ist, ist deine Einstellung dazu. Wenn wir es ablehnen, wird das Geräusch zu Lärm, wenn wir offen sind, liebevoll, wird das Geräusch zu Musik. Dasselbe Geräusch kann für den einen Krach bedeuten, für den anderen Musik.

Wenn du noch nie klassische indische Musik gehört hast, wird sie für dich nur Krach sein. Wenn du sie liebst und du dafür ein Verständnis hast, ist sie umwerfend, ist sie jenseits von allem. Menschen im Osten, die westliche Musik nicht kennen, denken, dass das nur verrückter Krach ist. Wann immer du auf etwas nicht eingestimmt bist, wird es zu Krach. Wenn du dich darauf einstimmst, wenn du anfängst damit zu schwingen, wenn eine Harmonie zwischen dir und dem Klang entsteht, wird er zu Musik. Und welch große Freude, wenn du alle Geräusche in Musik verwandeln kannst. Dann wird dein ganzes Leben zu einem Rhythmus.“

Osho, Don't Bite My Finger, Look Where I'm Pointing, Talk #16

„Meine Art zu sprechen ist eine meiner Methoden, um Meditation zu erleichtern. Sprache ist noch nie auf diese Weise genutzt worden; ich spreche nicht, um eine Botschaft zu vermitteln, sondern um euren Verstand auszuschalten.


Und nicht nur hier, sondern auch entfernt von hier … wo immer auf der Welt Menschen das Video sehen oder den Audio Diskurs hören, werden sie die gleiche Stille erfahren. Höre mir auf dieselbe Weise zu, wie du Musik zuhörst. Höre mir nicht zu, wie du einem Philosophen zuhörst, höre mir so zu, wie du dem Gesang der Vögel lauschst. Höre mir zu, wie du einem Wasserfall zuhörst. Höre mir zu, wie du dem Wind zuhörst, der durch die Kiefern weht. Höre mir nicht mit dem Verstand zu, sondern mit einem teilnehmenden Herz. Dann wird dir nichts mehr fehlen.

Osho, The Invitation, Talk #14

„Leg den Verstand beiseite. Während du mir zuhörst, versuche nicht, es zu verstehen, höre einfach still zu. Versuche nicht herauszufinden, ob das, was ich sage wahr oder falsch ist. Kümmere dich nicht um dessen Wahrheitsgehalt. Ich verlange von dir nicht, dass du mir glaubst, darum ist es nicht nötig, dass du dir über Wahrheit oder Unwahrheit Gedanken machst. Hör mir so zu, wie du dem Gesang der Vögel zuhörst oder dem Wind, der durch die Kiefern weht, oder dem Rauschen von fließendem Wasser.“

Osho, Tao: The Golden Gate, Vol. 1, Talk #14



Gibberish und Let-Go

„Gibberish heißt, den aktiven Verstand loszulassen, Stille heißt, den nicht-aktiven Verstand loszulassen, und Let-Go heißt, das Jenseitige zu betreten.“ Osho


Erste Phase: Gibberish Während du sitzt, schließe deine Augen und fang an, unsinnige Laute zu sprechen, Laute, die keinen Sinn ergeben – irgendwelche Laute oder Wörter ohne Sinn. Sprich einfach irgendeine Sprache, die du nicht kennst. Erlaube dir alles auszudrücken, was immer ausgedrückt werden muss. Wirf alles hinaus. Der Verstand denkt unaufhörlich in Form von Worten. Gibberish hilft dir, mit dieser Angewohnheit des ständigen inneren Redens aufzuhören. Du kannst deine Gedanken hinauswerfen, ohne sie zu verdrängen. Drück das auch mit deinem Körper aus.


Zweite Phase: Nach innen gehen Nach ein paar Minuten hörst du einen Trommelschlag, und jetzt stoppt das Gibberish. Dann führt Oshos Stimme den Zuhörer in einen Raum tiefer Stille, Ruhe und Entspannung. Zum Beispiel sagt er: „Sei still, schließ deine Augen … keine Bewegung mehr … friere ein. Geh tiefer und tiefer nach innen, so wie ein Pfeil. Durchdringe alle Schichten und treffe auf den Mittelpunkt deines Seins.“


Dritte Phase: Loslassen Es folgt ein weiterer Trommelschlag, und du lässt dich nach hinten fallen, ohne es dir bequem zu machen, wie „ein Sack voller Reis“. Du liegst auf deinem Rücken, völlig ruhig und entspannt, und wirst noch tiefer in die Stille geführt.


Vierte Phase: Zurückkommen und feiern Nach dem letzten Trommelschlag führt uns Osho zurück zum Sitzen und erinnert uns daran, diese Erfahrung des losgelösten Zeuge-Seins mit in unser tägliches Leben zu nehmen.

„Jeden Abend sind diese wenigen Momente die wertvollsten Momente deines Lebens.“ Osho


„Wenn du rund um die Uhr bewusst und entspannt bleiben kannst, dann kennst du die Schönheit und Anmut eines jeden Augenblicks, eines jeden Zentimeters Leben. Was in diesem Moment möglich ist, ist in jedem Moment möglich. Dieser Moment zeigt dir einfach dein Potenzial. Du musst diese ganze Stille, den Frieden und diese Bewusstheit in deinen Alltag bringen.“ Osho


Das Evening Meeting endet mit einigen Minuten feiern und tanzen.


„Nicht ohne Grund möchte ich, dass deine Meditation jeden Tag mit Feiern und Freude endet. Nach und nach, wenn die Meditation tiefer wird, bekommt deine Freude mehr Glanz, sie wird majestätischer, wundervoller.“ Osho



Osho über Gibberish

„Denke daran, die erste Phase der Meditation ist Gibberish. Gibberish heißt einfach, dass du deine Verrücktheit, die sich schon seit Jahrhunderten im Verstand angesammelt hat, hinauswirfst. Und während du deine Verrücktheit hinauswirfst, fühlst du dich erleichtert, lebendiger, schon nach zwei Minuten.


Wenn Nivedano (der Trommler) den zweiten Trommelschlag gibt, der die stille Phase ankündigt, wirst du erstaunt sein, in welch tiefe Stille du eintauchst, so tief, wie du sie noch nie zuvor erlebt hast. Diese zwei Minuten haben dich dafür vorbereitet. In der Tat, wenn du in diesen zwei Minuten deine ganze Energie einsetzt … je mehr du dich eingibst, umso tiefer wird die nachfolgende Stille sein.


Jedes Kind kann Gibberish, es braucht es nicht zu üben. Vom ersten Moment an bist du schon fast darin ausgebildet. Für Gibberish brauchst du kein Training, auch zum Lachen nicht. Wenn du Gibberish kannst, kannst du deinen Verstand von allem möglichen Müll, der sich immer anhäuft, befreien. Und wenn der Verstand still wird … gibt es nichts anderes, als nach innen zu gehen. Alle Wege sind vergessen, es bleibt nur dieser eine Weg.


Ein oder zwei Tage lang wirst du vielleicht zögern, so tief nach innen zu gehen. Wer weiß, ob du wieder zurückkommen kannst? Es ist ein spielerisches und fröhliches Unterfangen. Und keine Sorge, du kannst so tief gehen wie du möchtest … du kannst kein Chinesisch, aber du sprichst Chinesisch. Nicht zu wissen, was da gesagt wird, es aber mit viel Nachdruck zu sagen und sich absolut nicht darum zu kümmern, wer zuhört … Niemand hört zu, du kannst also alles Mögliche sagen, du wirst niemanden stören. Es ist niemand da, nur du selbst.

Es macht dich gesünder, als du je warst, weil du so viel Müll rauswirfst. Denkst du, dass Gibberish vom Himmel fällt? Du trägst all diesen Müll mit dir rum, wirf ihn raus! Aber sei total, begeistert. Kümmer dich nicht darum, ob es Arabisch oder Hebräisch oder Chinesisch ist. Du darfst jede Sprache sprechen, die du nicht kennst. Vermeide aber deine eigene Sprache, weil du mit ihr deinen Unsinn nicht rauswerfen kannst, sie wird grammatikalisch korrekt sein. Bedeutung ist absolut keine Voraussetzung. Gib deinem Leben zwei Minuten lang völlige Bedeutungslosigkeit. Und es wird dich schockieren, wenn du erkennst, dass du innerhalb von zwei Minuten so leicht wirst, so bereit, still zu werden.

Osho, The Miracle, Talk #2